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Viehverkehrsschein: richtig ausfüllen oder teures Erwachen?

Auch beim Ausfüllen des Viehverkehrsschein ist Sorgfalt gefragt.
Viehverkehrsschein: Richtig ausfüllen oder böses Erwachen? Produktsicherheit und Herkunftsgarantie wird bei Lebensmittel immer wichtiger. Die lückenlose Nachvollziehbarkeit von Erzeugervorschriften, Herkunftsgarantien oder Qualitätsversprechen ist bei Biolebensmittel bereits Realität und hat für Handel, Konsument und Landwirte eine enorme Bedeutung. Beim Verkauf von Tieren müssen Biobetriebe unbedingt auf die richtige Deklaration der Tiere am Viehverkehrsschein achten. Die rechte Spalte am Lieferschein dient zur Angabe des Vermarktungsstatus der Tiere aus Biobetrieben. Jedes Tier ist richtig zu deklarieren, ein Tier kann entweder als "konventionell" oder "Bio" deklariert werden. Falsche Deklaration, also irrtümlich als Bio, zieht unweigerlich Sanktionen nach sich. Die Kontrollstellen sind verpflichtet diese Verstöße an die Lebensmittelbehörden zu melden. Diese Verstöße werden mit Strafbescheiden der Bezirkshauptmannschaften geahndet. Es wären auch Regressforderungen der Abnehmer oder des Handels denkbar. Dabei ist die korrekte Deklaration aber ganz einfach. Der Betrieb und seine Betriebszweige werden von der Kontrollstelle zertifiziert. Im Zertifikat wird dokumentiert welchen Vermarktungsstatus die jeweiligen Erzeugnisse haben. Also ob der Betriebszweig biologische Produkte, Umstellungsware (im pflanzlichen Bereich) oder konventionelle Ware erzeugt. Bis zur vollständigen Betriebsumstellung (2 Jahre im Grünland) darf ein Biobetrieb seine Tiere nur als "konventionelle" Tiere vermarkten. Der Landwirt ist verpflichtet bei einem Verkauf dies auch korrekt am Lieferschein anzuführen. Wenn der Betrieb oder der Betriebszweig auf Bio umgestellt ist, darf der Betrieb seine Tiere als "biologisch" deklarieren. Die Kontrollstelle kann aber nur den jeweiligen Betriebszweig zertifizieren, für die Zertifizierung des Einzeltieres bleibt der Landwirt zuständig: Daher immer die Umstellungszeiten beachten (z.B. bei Zukäufen 3/4 des Lebens am Biobetrieb) und eventuelle Wartezeiten nach einem Medikamenteneinsatz. Werden Medikamente verabreicht ist die Wartezeit zu verdoppeln, innerhalb dieser doppelten Wartezeit darf das Tier nicht verkauft werden. Soll das Tier als Zuchttier trotzdem innerhalb einer noch laufenden Wartezeit verkauft werden, darf kein Bio-Hinweis am Lieferschein sein und es muß die Laufzeit der Wartezeit vermerkt sein. Hilfe zur Berechnung der Umstellungszeit geben die Umstellungsrechner der Kontrollstellen oder von BIO AUSTRIA. Wenn Tiere falsch deklariert oder innerhalb einer Wartezeit vermarktet werden zieht dies meist saftige Verwaltungsstrafen nach sich. Bio-Neueinsteiger mit 2 Jahren Umstellungszeit: Gesamtbetriebsumstellung: Ab Abschluss des Kontrollvertrages dauert es zwei Jahre bis der Tierbestand auf Bio umgestellt ist. Der Vermarktungsstatus der Tiere ist bis dahin "konventionell", und das muss auch so am Lieferschein in der Spalte ganz rechts  ausgefüllt sein. Bild: Bio-Neueinsteiger während Umstellungszeit, Rinderhaltung ist noch konventionell, Verkauf Altkuh und Schlachtkalbin Bio-Neueinsteiger mit vorzeitiger Anerkennung Milch: ·         Alle Tiere die vor Abschluss des Kontrollvertrages geboren wurden: Berechnung mit Statusrechner (3/4 der Lebens am Biobetrieb-aber mind. 1 Jahr, danach Biostatus). Zukaufsdatum: Tag an dem der Kontrollvertrag abgeschlossen wurde, bzw. Tierhaltung und Fütterung biotauglich war. Datum der Umstellung und Status im Bestandsverzeichnis eintragen. Der Umstellungsrechner ist auf der Homepage der Bioverbände und der Kontrollstellen zu finden. ·         Alle Tiere die zwischen Abschluss des Kontrollvertrages (bzw. Datum ab dem Tierhaltung und Fütterung passen) und der Anerkennung der Biomilch geboren werden: 1 Jahr Umstellungszeit, danach Bio-Status ·         Alle Tiere die nach der Anerkennung der Biomilch geboren werden: Tiere haben Vermarktungsstatus "biologisch".   Bestehende Biobetriebe: Am Zertifikat der Kontrollstelle erkennt man den Status der Produkte. Dies wird in den meisten Fällen "Biologisch" sein. Dennoch kann es sein dass bei einem konventionell zugekauften Tier (z.B. einer Kalbin) die Umstellungszeit noch nicht erfüllt ist und der Vermarktungsstatus "konventionell" ist.  Für konventionell zugekaufte Kalbinnen im Rahmen der 10%-Ausnahmeregelung für Kalbinnen gilt die ¾ Regelung, auch hier Umstellungsrechner verwenden. Beim Zukauf konventioneller Kalbinnen auf Bio-Milchbetriebe ist auch die 6 monatige Umstellungszeit für Milch zu beachten, Kalbinnen daher rechtzeitig zukaufen. Werden bei der Biokontrolle konventionelle Tiere festgestellt (durch Zukauf) wird dies von den Kontrollstellen neuerdings auch am Zertifikat vermerkt. Auch die Standards privater Labels (z.B. Bio-Weidejungrind)  sind in der Spalte rechts anzuführen. Für Lieferung konventioneller Tiere zur Schlachtung immer einen eigenen Viehverkehrsschein verwenden. Niemals Bio-Tiere und konventionelle Tiere auf einem Lieferschein vermarkten. Bei Unklarheiten soll immer die Bioberatung oder Kontrollstelle kontaktieren. Zusammengestellt von Hermann Trinker, Biozentrum Steiermark  

Vermarktung von Bio-Rindern an die Landena KG

Grundsätzlich gilt dass bei allen Verkäufen von Tieren der Lieferschein vollständig und leserlich ausgefüllt sein muß. Die Ohrmarken müssen vorhanden und  leserlich sein. Die Tiere müssen entweder als "konventionell" oder als "biologisch" deklariert sein.Keine konventionellen und Bio-Tiere am gleichen Lieferschein, immer getrennt auf eigenen Lieferscheinen vermarkten. BE-Mitglieder können nach Ablauf der Umstellungszeit eine Vereinbarung als Biofleisch-Projektlieferanten eingehen. Hier werden Vereinbarungen zu Fütterung, Weide und Deklaration der Tiere und Haftung der Lieferanten für die richtige Deklaration getroffen. Erst mit dieser Vereinbarung können die Projekt-Zuschläge ausbezahlt werden. Biobetriebe ohne Freigabe als Bio-Projektlieferant  müssen beim Verkauf eine Kopie des aktuellen Bio-Zertifikates beilegen.

Vermarktung von Bio-Rinder - Grundsätzliches

Wenn Tiere vermarktet werden ist folgendes zu beachten: Der Betrieb und seine Betriebszweige werden von der Kontrollstelle zertifiziert. Im Zertifikat wird dokumentiert ob der Betriebszweig biologische Produkte, Umstellungsware (im pflanzlichen Bereich) oder konventionelle Ware erzeugt. Bis zur vollständigen Betriebsumstellung (meist 2 Jahre) darf ein Biobetrieb seine Tiere nur als "konventionelle" Tiere vermarkten. Der Landwirt ist verpflichtet bei einem Verkauf dies auch korrekt am Lieferschein anzuführen! Wenn der Betrieb oder der Betriebszweig auf Bio umgestellt ist, darf der Betrieb seine Tiere als "Biologisch" deklarieren. Die Kontrollstelle kann aber nur den Betriebszweig zertifizieren, für die Einzeltierzertifizierung ist der Landwirt zuständig: Daher  immer die Umstellungszeiten beachten (z.B. bei Zukäufen 3/4 des Lebens am Biobetrieb) und eventuelle WARTEZEITEN nach Medikamenteneinsatz. Werden Medikamente verabreicht ist die Wartezeit zu verdoppeln, innerhalb dieser doppelten Wartezeit darf das Tier nicht verkauft werden. Soll das Tier als Zuchttier innerhalb einer noch laufenden Wartezeit verkauft werden, darf kein Bio-Hinweis am Lieferschein sein und die Laufzeit der Wartezeit vermerkt sein.Hilfe zur Berechnung der Umstellungszeit.Wenn Tiere falsch deklariert oder innerhalb einer Wartezeit vermarktet werden zieht dies Verwaltungsstrafen nach sich.

Sammlung aller Rechtsvorschriften für die Biologische Landwirtschaft

Hier geht's zur Kommunikationsplattform Verbraucherinnengesundheit mit allen Rechtsvorschriften zu Bio:https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/lebensmittel/bio/bio_produkte.html

Was tun bei Grundfuttermangel

Was tun bei Grundfuttermangel?

Extreme Trockenheit sowie Überschwemmungen und Vermurungen führen in Teilen Österreichs zu Mindererträgen oder zu totalen Ernteausfällen. Die meisten Betriebe haben Tierhaltung und Futtergrundlage eng aufeinander abgestimmt, wenn nun Grundfutter fehlt ist guter Rat gefragt:

Was ist zu beachten:


• Welche Vorgaben bestehen durch Bio-Richtlinien, Bio Austria Standard oder privaten Vermarktungsstandards des Lebensmittelhandels?

• Wo gibt es Bio-Grundfutter, wie leicht ist Bio-Grundfutter verfügbar?

• Welche formalen Erfordernisse sind vor einem Zukauf von konventionellem Grundfutter zu erfüllen?

Vorgangsweise:

1. Gespräch mit Bioberater oder Biohotline oder Kontrollstelle zwecks richtlinienkonformen Zukaufs.

2. Futter von Umstellungsbetrieben: bis zu 40% der Jahresration darf Umstellungsfutter eingesetzt werden. Unbedingt Futtermittel-Lieferschein verwenden, Bio-Zertifikat des Herkunftsbetriebes kontrollieren.

3. Tierbestand eventuell verringern

4. Ist kein Bio-Futter regional verfügbar, und möchte man konventionelles Futter zukaufen, muss bei der Lebensmittelaufsicht der Landesregierung eine Meldung über die Schäden und ein Ansuchen um Genehmigung eines konventionellem Futterzukaufs gestellt werden. Die Ansuchen sind nur einzelbetrieblich möglich, es gibt keine generelle Erlaubnis für bestimmte Regionen.

Kontakt: Land Steiermark, Referat Lebensmittelaufsicht, Frau Ulrike Bayer, Telefon: +43 (316) 877-3541, E-Mail: ulrike.bayer@stmk.gv.at

Entschädigung durch Katastrophenfond: Bei Schäden durch Überschwemmungen und Vermurungen kann bei der Gemeinde ein sg. Privatschadensausweis (Antrag für Entschädigung) gestellt werden. Die Schäden möglichst gut durch Fotos und Arbeitszeitaufzeichnungen dokumentieren.

Rekultivierung des Grünlandes: Betroffene Betriebe melden sich bei  Hermann Trinker 0664-602596-5125 für eine Beratung über die Maßnahmen zur Rekultivierung des geschädigten Grünlandes an.Biobetriebe dürfen konventionelle Saatgutmischungen verwenden. Die Lieferscheine und Sackanhänger müssen aufbewahrt werden. Entscheidend ist die richtige Auswahl des Saatgutes nach Boden, Seehöhe und Nutzungsart. Nicht das billigste Saatgut kaufen sondern mit Bioberatung rücksprechen.

Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik - öffentliche Konsultation

Seit 2. Februar 2017 besteht insgesamt 12 Wochen lang für jedermann die Möglichkeit, sich in Form einer öffentlichen Konsultation zur Gemeinsamen Agrarpolitik zu äußern. Die Meldungen werden von der Europäischen Kommission berücksichtigt und für die Programmplanungsperiode 2021 bis 2027 herangezogen.

Anbei der Link für die öffentliche Konsultation zur gemeinsamen Agrarpolitik, wo jeder seine Meinung, Vorschläge einbringen kann.

Hier der Link: https://ec.europa.eu/agriculture/consultations/cap-modernising/2017_de 

Tierwohl - Selbstevaluierung

Das Thema "Tierwohl" bekommt in den Medien und im Handel immer mehr Bedeutung. Einige Handelsketten bieten auch in Österreich bereits Produkte aus "tierwohlgeprüfter" Erzeugung an. Um die Qualität das Tierwohls auf Biohöfen zu verbessern, sind alle Verbandsmitglieder aufgerufen die Selbstevaluierung durchzuführen und die Erhebungsbögen an die Biolandwirtschaft Ennstal zu senden.

Das Handbuch zur Evaluierung wurde schon 2015 allen Betrieben zugeschickt und ist gemeinsam mit den Erhebungsgsbögen auf der Homepage zum Download.

Handbuch Rinder

Erhebungsbogen Rinder

Tierwohlkurse siehe Kursprogramm




Bio-Weide-Jungrind : Die Richtlinie für Ja Natürlich.

Fleisch vom Biojungrind ist eine Delikatesse und wird über verschiedene Markenprogramme vermarktet. (Foto: Trinker)
Mutterkuhbetriebe erzeugen Einsteller oder hochwertige Nutzrinder zur Schlachtung. Die Vermarktung von Mutterkuh-Jungrindern aus biologischer Erzeugung bringt höhere Deckungsbeiträge als der Verkauf von Einstellern. 
Ein Umstieg auf  Mutterkuhhaltung soll aber wohl durchdacht und gut geplant sein. Eine Beratung durch den Bioberater gehört dazu: Richtlinien zu Haltung und Fütterüng, Management, Vermarktung der Tiere und vor allem Kostenbewußtsein sind wichtig und werden im Beratungsgespräch ausführlich behandelt.           Kontakt zum Berater:                                 Die Richtlinie für die Vermarktung über Ja Natürlich finden sie hier.

ÖPUL Programmänderungen genehmigt

Nachdem die EU-Kommission Anfang Mai alle geplanten Programmänderungen im ÖPUL und in der Investförderung genehmigt hat, erfolgte Anfang dieser Woche die Genehmigung der angepassten nationalen Sonderrichtlinien. BIO AUSTRIA hat sich auch für Programmänderungen eingesetzt.

Die Öpul Fachinfo von BIO AUSTRIA

Sonderrichtlinie Öpul 2015

Anhang zur Sonderrichtlinie

Information zur Programmanpassung

Ab wann gelten die Neuerungen? Die Änderungen, die das ÖPUL betreffen, treten erst mit 1. Jänner 2017 in Kraft. Für Landwirtinnen und Landwirte besteht mit dem Herbstantrag 2016 noch die Möglichkeit, neu in die Bio-Maßnahme und kombinierbare Maßnahmen ab dem Förderjahr 2017 einzusteigen.

 Bei einem Neueinstieg in mehrjährige Maßnahmen wird der Verpflichtungszeitraum bis Ende 2021 andauern. Die Änderungen, die die Investförderung betreffen, sind bereits jetzt wirksam bzw. gibt es eine rückwirkende Anwendung der Sonderrichtlinie ab 1. April 2016.

Biorichtlinien: der neue BIO AUSTRIA Standard

Die Biolandwirtschaft ist eine durch weltweit gleiche oder ähnliche Richtlinien geregelte Form der Landwirtschaft. Ursprünglich wurden diese Regeln von den Bauern entwickelt um die Philosophie der schonenden Bio-Betriebsweise zu vereinheitlichen und um den Konsumenten ein klares Bild davon zu geben, was denn hier nun anders oder besser ist.

 Bio hat sich weiterentwickelt, und heute wird die Biolandwirtschaft in Österreich durch EU-Verordnungen, Lebensmittelcodex, Verordnungen des Gesundheitsministeriums und durch Verbandsregeln von Bio Austria geregelt.


Den neuen aktualisierten BIO AUSTRIA Standard finden sie hier.

Der BA-Standard gilt für die Erzeuger von Biomilch und JaNatürlich-Jungrinder und ist auf dem gesamten Betrieb anzuwenden.